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Aus Freude am Fotografieren und dem Interesse an Technik- bzw. Montangeschichte entstand die Idee der Kombination zweier Teilgebiete. Das Dokumentationsgebiet umfasst im Wesentlichen:
  1. den historischen Bergbau auf Kali- und Steinsalz in Deutschland und
  2. den historischen Bergbau im Harz.

Montanfotografie - warum...?

Viele - insbesondere untertägige - Motive unterliegen einem mehr oder weniger fortschreitenden Veränderungsprozeß. Dies bedeutet nicht nur einen chemischen Vorgang (z.B. durch Oxidation, Sekundärmineralisation etc.) sondern auch die im Lauf der Zeit eintretende Veränderung der Grubengebäude (z.B. durch Konvergenz, Steinfall etc.); das Erreichen eines Motivs "von heute" kann also schon morgen unmöglich sein. Insbesondere diese Tatsache übt einen besonderen Reiz auf die fotografische Arbeit in untertägigen Bereichen aus.
Grubengebäude müssen, wenn keine entsprechende Nutzung mehr gegeben ist, durch den Betreiber verwahrt (gesichert) werden. Dieser in den entsprechenden Bergverordnungen der Länder geregelte Vorgang bedeutet immer auch einen oft erheblichen Verlust an Sachüberresten. Diese Zeugnisse untertägiger Arbeit lassen sich oft auch nicht in Museen konservieren. Die Gründe dafür sind vielfältig, stellvertretend für weitere soll an dieser Stelle vor allem das Transportproblem genannt sein: Alte Grubengebäude sind oft nur noch zu Fuß zu erreichen, was ein "Herausschaffen" von großen oder schweren Teilen zumeist unmöglich macht. Insbesondere Motive mit geologischem Hintergrund lassen sich ohnehin nicht an anderer Stelle wieder aufbauen. Aber es gibt auch Ausnahmefälle, in denen alte Grubenlokomotiven, die längst vergessen, in den 1940er Jahren abgestellt, wieder entdeckt, ans Tageslicht zurücktransportiert wurden und nun in Museumsbergwerken (wie zum Beispiel am Rammelsberg / Goslar) von Interessierten besichtigt werden können!

Montanfotografie - und dann...?

Das Fotografieren allein ist nicht ausreichend, wenn es um die Dokumentation von Sachüberresten aus dem Bereich der Montangeschichte geht. Um die Bilder in einen - bleiben wir bei der Fachterminologie - Rahmen zu setzen, gehört zum reinen Fotografieren immer auch entsprechende Recherchearbeit in historischen Quellen. Diese Quellen sind vor allem zeitgenössische Veröffentlichungen und, noch wichtiger, historische Dokumente aus der ehemaligen Betriebszeit, die sich heute meist in Archiven (z. B. in Form von Hauptstaatsarchiven) befinden.